Woche des VIN JAUNE mit Caves BOURDY

Die Berliner Weinagentur hatte in den vergangenen Tagen zur Woche des Vin Jaune eingeladen. Zunächst gilt unser Dank allen Beteiligten: Olli’s Restaurant, aber für den Abschlussabend auch dem Hotel Savoy und dem Nahewinzer Andy Schneider. Unser besonderer Dank gilt dem Jura-Winzer Jean-François Bourdy. Denn im Mittelpunkt dieser Tage standen die Vin Jaune von Caves Bourdy.

Die Weine sind nach wie vor relativ unbekannt in Berlin. Den Namen Vin Jaune hat der eine oder die andere Feinschmeckerin schon einmal gehört. Aber, den Geschmack kennen die wenigsten. Erstaunlich war, nur ein Gäste-Paar der drei Abende reagierte sehr reserviert. Neben den glücklicherweise alten Freunden des Vin Jaune entdeckten viele Gäste andere interessante Weine aus dem Programm der Caves Bourdy für sich:

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Die nachhaltige und auch so frische Cuvée Rouge aus Trousseau, Poulsard und Pinot Noir hat an allen drei Abenden neue Freunde in Berlin gewonnen. Jean-François Bourdy hat berichtet, das Caves Jean Bourdy hat 1 ha Poulsard und Trousseau neu angepflanzt. Damit widerstehen sie dem allgemeinen Trend in der Jura, was den Anteil dieser beiden autochthonen Rebsorten gegenwärtig weiter zugunsten von Pinot Noir reduziert.

Viele waren von dem völlig exotischen Geschmack, den vielen Facetten des Traditions-Likörs „Galant des Abbesses“ fasziniert. Dieser spezielle Digestif verleugnet nicht seine Ähnlichkeit mit Schwestern wie Pineau des Charentes oder Macvin du Jura. Aber, andererseits werden 25 Kräuter nach einem 450 Jahre alten Rezept mit Most und Marc aus Juraweinen vermählt. Und, da ist sie wieder die Hauptlinie von Caves Bourdy: Qualität und 350 Jahre Tradition.

Viele Feinschmeckerinnen waren überrascht vom faszinierenden Geschmack des einfachen Chardonnay. Aber, eines war noch bemerkenswerter: alle die die Weine der Caves Bourdy schon ein paar Jahre probieren, haben bestätigt, dass speziell die Cuvée Rouge und der Chardonnay einen Sprung nach vorn getan haben: 2009 hat Caves Bourdy die Umstellung auf demeter abgeschlossen und das spürt man bei diesen vergleichsweise einfachen Weinen am deutlichsten.

Bei einem Wein waren sich alle Gäste einig: der sehr trockene Crémant du Jura ist von herausragender Qualität und passt zu jedem Anlass. Oder, wie es der Tagesspiegel vor einigen Jahren auf den Punkt gebracht hat: der Crémant du Jura von Caves Bourdy das ist Champagner für den Alltag.

Nun zu den beiden Weinen der autochthonen Rebsorte Savagnin, einer Spielart des Traminer: Der Vin Jaune im Kindesalter als einfacher Savagnin und der Vin Jaune selbst. Nicht alle Feinschmeckerinnen der drei Tage konnten den Vin Jaune sofort in ihr Herz schließen. Der eine oder die andere zog sich auf vergleichsweise sicheres Terrain zurück: Ihr Favorit sei die Cuvée Rouge, der Crémant oder der Galant des Abbesses. Aber, unabhängig von Liebe oder Zuneigung verspürten alle, Vin Jaune ist etwas ganz besonderes. Und, einmal mehr wurde gezeigt, komplexe Weine brauchen Verständnis. Was heißt das ? Vin Jaune wird von Wiederholungstätern verstanden, die offen sind und in Ruhe probieren. Und, man braucht zur Begleitung komplexe Speisen: der Höhepunkt für mich und auch für Jean-François Bourdy völlig überraschend war der vegetarische Gang von Oliver Montag zum Vin Jaune . Nicht zuletzt – ohne Genießerinnen anderer Weine diskriminieren zu wollen – die Vin Jaune von Caves Bourdy sind Weine für Erwachsene 😉

Die Berliner Weinagentur versprichht: wir bleiben dran am Thema Vin Jaune .

Text: Reinhard Schuberth

Noch mehr zum lesen:

Weinfreunde

Sylvies Gerichteküche

 

 

 

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Woche des VIN JAUNE in Berlin

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Kurz nach der diesjährigen Gutswein stellen wir einen sehr ursprünglichten Weine in Berlin vor: Keinen ORANGE WINE aus Georgien sondern den VIN JAUNE aus der Jura.

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Es gibt drei Arten, sich diesem Wein zu nähern: man schüttelt sich und geht entsetzt weiter; man nähert sich ganz langsam und findet Gefallen, zumal in Begleitung von Comté oder anderer kräftiger Speisen; oder, man ist fasziniert von dem völlig eigenständigen Aromen des VIN JAUNE sowie der anderen Weine der Region.

Wir freuen uns auf den Besuch von Jean-François Bourdy einem Urgestein des Weinbaus in der Jura. Er stellt seine Weine vor.

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-am 09.09.2015 19.00 Uhr in einer Feierabend-JURAWEIN-Probe bei WELT DER WEINE, >Rykestraße 6, 10405 Berlin – (Weine + Wasser + Brot + Käse). Reservierung: +49 30 20.45.43.20     office@berliner-weinagentur.de . Link zu Berliner Weinagentur

-am 10.09.2015 19.00 Uhr Winzerabend mit JURAWEIN in OLLI’S RESTAURANT, Pfalzburger Straße 72a, 10719 Berlin – (Weine + 5 erlesene Gänge des Chefs Oliver Montag. Reservierung: + 49 30 88.72.08.36     ollimontag@web.de . Link zu Olli’s

-am 11.09.2015 19.00 Uhr Menü begleitende Weine von K.H.SCHNEIDER und JURAWEIN im SAVOY HOTEL, Fasanenstraße 9, 10623 Berlin –  (4 Gänge-Menü + Weine + Wasser + Kaffee). Reservierung: 49 30 31.10.33.0   info@hotel-savoy.com . Link zu Savoy

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Probenfolge:
Crémant du Jura AC
2010 Blanc Typé, Chardonnay
2011 Savagnin
2010 Cotes du Jura rouge
2005 Vin Jaune
Galant des Abbesses „Spécialité Jurassienne“

 

Semaine du Vin jaune à Berlin

Nous avons la joie de vous présenter à Berlin un vin d’une grande authenticité : non pas le ORANGE WINE de Géorgie, en vogue actuellement, mais le surprenant VIN JAUNE du Jura.

Il y a trois manières d’aborder ce vin : on peut faire la grimace, horrifié, et passer son chemin en toute hâte ; on peut s’en approcher prudemment, et commencer à l’apprécier, surtout accompagné d’un beau morceau de Comté ou d’un mets bien relevé ; ou alors c’est le coup de foudre et on est fasciné par l’arôme incomparable du VIN JAUNE et des autres vins de la région.

C’est avec grand plaisir que nous accueillerons Jean François BOURDY, une grande figure de la viticulture dans le Jura, pour trois manifestations :

–  le 9 septembre 2015 dès 19 h lors d’une dégustation à WELT DER WEINE, Rykestraße 6, 10405 Berlin :  (vins + eau + pain + fromage). Réservation : +49 30 20.45.43.20     office@berliner-weinagentur.de  Berliner Weinagentur

– le 10 septembre 2015 dès 19 h pour un repas accompagné des vins du JURA au restaurant OLLI’S, Pfalzburger Str. 72a, 10719 Berlin : (vins + menu, composé de 5 plats, préparé par Oliver Montag)Réservation : + 49 30 88.72.08.36     ollimontag@web.de  Olli’s

– le 11 septembre 2015 à  19 h pour un menu accompagné des vins de K.H.SCHNEIDER et des vins du JURA à l’hôtel SAVOY, Fasanenstrasse 9-10, 10623 Berlin : (menu composé de 4 plats + vins + eau + café).  Réservation : +49 30 31.10.33.0   info@hotel-savoy.com Savoy
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Text: Reinhard Schuberth
Traduction: Sylvie Colbois

Wo:                                 Laden von Welt der Weine, Rykestraße 6, 10405 Berlin
Wann:                            09.09.2015, 19:00 Uhr
Anmeldung:                offfice@berliner-weinagentur.de
                                          oder telefonisch: 030 20454320

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„Weingut Zähringer ist Pionier des biologischen Weinbaus“

„Das mehr als 170 Jahre alte Weingut Zähringer aus Heitersheim gehört zu den Pionieren des biologischen Weinbaus. In Sachen Gutedel ist der Traditionsbetrieb ein Spezialist.

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Fabian Zähringer gehört zur sechsten Generation, die im elterlichen Traditionsbetrieb in Heitersheim allmählich die Verantwortung übernimmt. Seit 1844 bauen die Zähringers im Markgräflerland Wein an, seit Ende der 80er-Jahre experimentieren Vater Wolfgang Zähringer und Paulin Köpfer, der die gutseigenen Reben bewirtschaftet, mit dem biologischen und seit 2005 mit dem biologisch-dynamischen Weinbau. Sie haben sich immer wieder als echte Pioniere erwiesen, beispielsweise bei der Begrünungs- und Lockerungstechnik im Weinberg. Seit 2010 ist das Weingut als Demeter-Betrieb zertifiziert.

„Biologischer Weinbau fängt in den Reben an, wir wollen die Natur, unser Terroir, in die Flasche bringen“, erzählt Wolfgang Zähringer, „Wir wollen stimmige, elegante, langlebige Weine erzeugen und sind stolz auf unsere Sortenvielfalt.“ Natürlich wird auf Kunstdünger verzichtet, es wird bei Zähringers gar nicht mehr gedüngt, weil gezielte Einsaaten für lebendige Biodiversität sorgen und damit die Böden autark werden. Markgräflerland ist Gutedelland und im Weingut Zähringer kann man besonders gelungene Vertreter dieses Markgräfler Klassikers verkosten.

IN DEN REBEN

Die Heitersheimer Sonnhohle ist die kleinste und beste Einzellage mit insgesamt nur sieben Hektar. Der sich sanft neigende Südhang trägt mal Lössboden, mal tonigen Lehm, hier werden ausschließlich Burgundersorten und Gewürztraminer sowie Sauvignon Blanc angebaut. Der Heitersheimer Maltesergarten ist eine große Einzellage, die sich von Heitersheim bis Betberg erstreckt. Zum Weingut gehören mittlere bis größere Lössterrassen, die im Topbereich mit Burgundersorten und Chardonnay bepflanzt sind. Neben den eigenen Weinbergen mit insgesamt 15 Hektar Fläche betreiben die Zähringers eine Demeter zertifizierte Erzeugergemeinschaft, die weitere 35 Hektar ausweist. Für jede Sorte und Lage der optimale Reifezeitpunkt, Lese von Hand, langsames Pressen der Beeren (je nach Wein auch mit Ganztraubenanteil) und, wenn immer möglich, die Spontangärung im Edelstahltank oder im 600 Liter fassenden Vierligfass oder im Barrique – all dies gehört zur der Philosophie des Hauses, die sich auch auf einen Satz bringen lässt: So viel Freiheit wie möglich, so wenig Eingriffe wie nötig.

WEINSORTIMENT

Die Gutsweine des Hauses stammen aus den ertragsreduzierten Reben der Heitersheimer Sonnhohle, dem Maltesergarten und dem Castellberg. Die Weißweine werden im Stahltank ausgebaut – hier wird auf sortentypische, charaktervolle und klare, frische Weine gesetzt – die Rotweine allesamt im Holzfass. Der 2014 Gutedel trocken, das ist der Markgräfler „Viertele-Wein“ schlecht hin. Sein zarter Duft nach Stachelbeeren und grünem Apfel, das feine Bukett nach Walnüssen und Bittermandel, seine fruchtige Säure machen ihn zum idealen Essensbegleiter für Fisch, Geflügel, Spargel und leicht gewürzte Fleischspeisen. Er wird gekühlt bei acht Grad getrunken.

Markgräfler Vierlig ist die alemannische Bezeichnung für ein kleines 600-Liter- Fass aus badischer Eiche. Wolfgang Zähringer hat dieses Fass wiederentdeckt, er lässt seinen Vierlig-Gutedel im Fass bis März auf der Hefe reifen. Leider ist der 2013 Gutedel „Vierlig“ extra trocken schon ausverkauft. Dieser leichte, sehr bekömmliche, säurearme Gutedel ist herrlich ausbalanciert, mit nussigem Bukett und Minze- und Apfelaromen und einem fülligem Abgang.

Man darf auf den 2014 also gespannt sein. Auch dieser Gutedel wird meist jung getrunken, hat aber bis zu vier Jahre Lagerungspotential. „Der Gutedel ist ein Wein mit extremer Bandbreite, einem riesigen Potential und weit mehr als ein Vesperwein“, schwärmt Fabian Zähringer, „der Gutedel und das Markgräflerland ist immer noch ein Schatz, den es zu heben gilt“. Zu den Gutsweinen der Zähringer gehören Müller-Thurgau, Johanniter, Sauvignon Blanc, Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Gewürztraminer, Cabernet Cuvée, Spätburgunder, Merlot, Cabernet Franc und Frühburgunder. Der 2014 Spätburgunder Rose trocken ist ein großartiger, herrlich fruchtiger Sommerwein. Mit Aromen nach Äpfeln, Kirschen, Oleanderblüten und Nüssen, gut strukturierter Säure und einem knackigen Abgang. Mehrfach ausgezeichnet ist der 2011 Spätburgunder „Vierlig“ trocken. Dunkle Beerenfrüchte, schwarze Kirschen im Aroma, feine Gerbstoffe und gut eingebundenes Tannin, ein nachhaltiger voller Abgang – all dies macht diesen herrlich schmelzigen Rotwein zu einem besonderen Vergnügen.

Die Selektionsweine und die Edition Zähringer Löwen sind die Spitzenprodukte des Hauses. Neben den weißen Burgundersorten sei hier stellvertretend genannt der 2013 Pinot Noir „SR“, trocken mit einer karminroten Farbe, einer rauchigen Würze, den dunklen Frucht- und Schokoladenaromen, seiner dennoch feinen Eleganz sowie seinem fulminanten Abgang. Dieser Wein wird sein volles Potential erst in drei bis vier Jahren erreichen. Das sehr reelle Preis-Leistungsverhältnis der gesamten Kollektion muss mehr als lobend erwähnt werden.

Und es ist wohl den Senioren im Weingut zu verdanken, dass so viele, auch kleinere Rebsorten weiter gepflegt und ausgebaut werden. Ein Besuch im Weingut ist die Reise allemal wert. Zum Wohl!“

Quelle: http://www.badische-zeitung.de
Link zum Weingut Zähringer