Edler Tropfen, einer Königin würdig

„QUEEN-BESUCH Chardonnay aus dem Saulheimer Weingut Thörle beim Staatsbankett in Berlin gereicht

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SAULHEIM – Der Besuch von Queen Elizabeth II. schlägt Wellen bis nach Rheinhessen. Denn beim Staatsbankett zu Ehren des königlichen Gastes wurde auch ein rheinhessischer Wein gereicht. Das Saulheimer Weingut Thörle, langjähriger Lieferant des Bundespräsidialamtes, stellte den einzigen Weißwein des Abends.

Dass ihr Wein ausgewählt wurde, war auch für die Brüder Johannes (32) und Christoph (31) Thörle eine kleine Überraschung. Sie hätten es zwar geahnt, aber sicher hätten sie erst nach dem Bankett sein können, sagt Johannes Thörle gestern, denn wie das Menü wurde auch die Weinkarte geheim gehalten. „Wenn die Queen zum fünften Mal in Deutschland ist und dann trinkt sie Thörle-Wein, ist das eine ganz große Ehre für uns“, freut er sich.

Der Wein, der den königlichen Gaumen erfreute, war der Chardonnay Réserve aus dem Jahr 2014. Schon der Name verrät es: Eine Reserve, der lange aufgehobene Vorrat, das sprichwörtliche Ass im Ärmel. So verhält es sich mit dem Chardonnay. Der Weißwein lagert sieben Monate in speziellen Holzfässern. Das gebe ihm mehr Fülle und Cremigkeit, sagt Christoph Thörle. Bereits seit März sei der Chardonnay 2013 ausverkauft, der neue Jahrgang werde erst ab September verkauft. Allerdings sei die Hälfte schon reserviert. „Chardonnays aus alten Rebanlagen sind in Deutschland Raritäten“, meint Johannes Thörle. Denn erst seit den 90er Jahren werde Chardonnay in Deutschland angebaut. Ihr Wein stamme aus der Lage „Saulheimer Hölle“, die Reben dort sind 21 Jahre alt. Gepflanzt wurden sie vom Vater der Brüder. Sie übernahmen 2006 das Weingut von den Eltern. Heute bewirtschaften sie 19 Hektar Rebfläche.

Trotzdem bleibt es ein Familienbetrieb: Sie hätten nur drei feste Angestellte, ansonsten helfe die Familie mit, gibt Christoph Thörle an. Auf die Qualität werde streng geachtet: Handlese und eine späte Ernte gehören dazu. Auch wenn so die Erträge gering bleiben, das Endprodukt scheint zu überzeugen. Laut Christoph Thörle liefere das Weingut in zwölf verschiedene Länder. Kunden seien dort die gehobene Gastronomie, Hotels sowie Restaurants. „Dass unser Wein beim Staatsbankett gereicht wird, ist natürlich eine tolle Sache. Aber wir arbeiten auch seit zehn Jahren akribisch darauf hin“, betont Johannes Thörle.“

Foto: photoagenten/Axel Schmitz
Johannes (li.) und Christoph Thörle mit dem Réserve Chardonnay, der beim Staatsbankett für Queen Elizabeth in Schloss Bellevue in Berlin getrunken wurde.

Quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de

Link zum Weingut Thörle

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Besuch der Queen in Deutschland

„Weingut Zähringer ist Pionier des biologischen Weinbaus“

„Das mehr als 170 Jahre alte Weingut Zähringer aus Heitersheim gehört zu den Pionieren des biologischen Weinbaus. In Sachen Gutedel ist der Traditionsbetrieb ein Spezialist.

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Fabian Zähringer gehört zur sechsten Generation, die im elterlichen Traditionsbetrieb in Heitersheim allmählich die Verantwortung übernimmt. Seit 1844 bauen die Zähringers im Markgräflerland Wein an, seit Ende der 80er-Jahre experimentieren Vater Wolfgang Zähringer und Paulin Köpfer, der die gutseigenen Reben bewirtschaftet, mit dem biologischen und seit 2005 mit dem biologisch-dynamischen Weinbau. Sie haben sich immer wieder als echte Pioniere erwiesen, beispielsweise bei der Begrünungs- und Lockerungstechnik im Weinberg. Seit 2010 ist das Weingut als Demeter-Betrieb zertifiziert.

„Biologischer Weinbau fängt in den Reben an, wir wollen die Natur, unser Terroir, in die Flasche bringen“, erzählt Wolfgang Zähringer, „Wir wollen stimmige, elegante, langlebige Weine erzeugen und sind stolz auf unsere Sortenvielfalt.“ Natürlich wird auf Kunstdünger verzichtet, es wird bei Zähringers gar nicht mehr gedüngt, weil gezielte Einsaaten für lebendige Biodiversität sorgen und damit die Böden autark werden. Markgräflerland ist Gutedelland und im Weingut Zähringer kann man besonders gelungene Vertreter dieses Markgräfler Klassikers verkosten.

IN DEN REBEN

Die Heitersheimer Sonnhohle ist die kleinste und beste Einzellage mit insgesamt nur sieben Hektar. Der sich sanft neigende Südhang trägt mal Lössboden, mal tonigen Lehm, hier werden ausschließlich Burgundersorten und Gewürztraminer sowie Sauvignon Blanc angebaut. Der Heitersheimer Maltesergarten ist eine große Einzellage, die sich von Heitersheim bis Betberg erstreckt. Zum Weingut gehören mittlere bis größere Lössterrassen, die im Topbereich mit Burgundersorten und Chardonnay bepflanzt sind. Neben den eigenen Weinbergen mit insgesamt 15 Hektar Fläche betreiben die Zähringers eine Demeter zertifizierte Erzeugergemeinschaft, die weitere 35 Hektar ausweist. Für jede Sorte und Lage der optimale Reifezeitpunkt, Lese von Hand, langsames Pressen der Beeren (je nach Wein auch mit Ganztraubenanteil) und, wenn immer möglich, die Spontangärung im Edelstahltank oder im 600 Liter fassenden Vierligfass oder im Barrique – all dies gehört zur der Philosophie des Hauses, die sich auch auf einen Satz bringen lässt: So viel Freiheit wie möglich, so wenig Eingriffe wie nötig.

WEINSORTIMENT

Die Gutsweine des Hauses stammen aus den ertragsreduzierten Reben der Heitersheimer Sonnhohle, dem Maltesergarten und dem Castellberg. Die Weißweine werden im Stahltank ausgebaut – hier wird auf sortentypische, charaktervolle und klare, frische Weine gesetzt – die Rotweine allesamt im Holzfass. Der 2014 Gutedel trocken, das ist der Markgräfler „Viertele-Wein“ schlecht hin. Sein zarter Duft nach Stachelbeeren und grünem Apfel, das feine Bukett nach Walnüssen und Bittermandel, seine fruchtige Säure machen ihn zum idealen Essensbegleiter für Fisch, Geflügel, Spargel und leicht gewürzte Fleischspeisen. Er wird gekühlt bei acht Grad getrunken.

Markgräfler Vierlig ist die alemannische Bezeichnung für ein kleines 600-Liter- Fass aus badischer Eiche. Wolfgang Zähringer hat dieses Fass wiederentdeckt, er lässt seinen Vierlig-Gutedel im Fass bis März auf der Hefe reifen. Leider ist der 2013 Gutedel „Vierlig“ extra trocken schon ausverkauft. Dieser leichte, sehr bekömmliche, säurearme Gutedel ist herrlich ausbalanciert, mit nussigem Bukett und Minze- und Apfelaromen und einem fülligem Abgang.

Man darf auf den 2014 also gespannt sein. Auch dieser Gutedel wird meist jung getrunken, hat aber bis zu vier Jahre Lagerungspotential. „Der Gutedel ist ein Wein mit extremer Bandbreite, einem riesigen Potential und weit mehr als ein Vesperwein“, schwärmt Fabian Zähringer, „der Gutedel und das Markgräflerland ist immer noch ein Schatz, den es zu heben gilt“. Zu den Gutsweinen der Zähringer gehören Müller-Thurgau, Johanniter, Sauvignon Blanc, Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Gewürztraminer, Cabernet Cuvée, Spätburgunder, Merlot, Cabernet Franc und Frühburgunder. Der 2014 Spätburgunder Rose trocken ist ein großartiger, herrlich fruchtiger Sommerwein. Mit Aromen nach Äpfeln, Kirschen, Oleanderblüten und Nüssen, gut strukturierter Säure und einem knackigen Abgang. Mehrfach ausgezeichnet ist der 2011 Spätburgunder „Vierlig“ trocken. Dunkle Beerenfrüchte, schwarze Kirschen im Aroma, feine Gerbstoffe und gut eingebundenes Tannin, ein nachhaltiger voller Abgang – all dies macht diesen herrlich schmelzigen Rotwein zu einem besonderen Vergnügen.

Die Selektionsweine und die Edition Zähringer Löwen sind die Spitzenprodukte des Hauses. Neben den weißen Burgundersorten sei hier stellvertretend genannt der 2013 Pinot Noir „SR“, trocken mit einer karminroten Farbe, einer rauchigen Würze, den dunklen Frucht- und Schokoladenaromen, seiner dennoch feinen Eleganz sowie seinem fulminanten Abgang. Dieser Wein wird sein volles Potential erst in drei bis vier Jahren erreichen. Das sehr reelle Preis-Leistungsverhältnis der gesamten Kollektion muss mehr als lobend erwähnt werden.

Und es ist wohl den Senioren im Weingut zu verdanken, dass so viele, auch kleinere Rebsorten weiter gepflegt und ausgebaut werden. Ein Besuch im Weingut ist die Reise allemal wert. Zum Wohl!“

Quelle: http://www.badische-zeitung.de
Link zum Weingut Zähringer

Pinot Noir – Das rote Luder

Pinot Noir – das rote Luder

Pinot Noir aus Österreich und Deutschland im Test bei der Fachzeitschrift WEIN.PUR

Platz 2: 89 P. 2009 JUWEL Assmannshäuser Spätburgunder Qualitätswein trocken 59,00 €

Wunderbar rotbeerig, dazu auch zart erdig, Maroni, schon gut entwickelt, Hagebutten, feiner Tiefgang; elegant, cremig, gut auf Zug, mineralischer Hintergrund, delikat, verspielt, salzig, gute Spannung und Länge.

Test

Weingut Thörle

Neu im Programm seit dem Sommer 2013 ist das Weingut Thörle aus Saulheim in Rheinhessen.

Stuart Pigott hat – neben anderen Weinkritikern – die Brüder Thörle zu den besten deutschen Nachwuchswinzern gezählt. Wir arbeiten seit 2013 in Berlin/Brandenburg  zusammen. Die Qualitäten der Weine sind überzeugend, unsere Kunden im Großhandel und im Einzelhandel sind begeistert.

Wir freuen uns auf den 14.3.   Johannes Thörle stellt sein Weingut und Weine aus seinem Programm vor.

Link zum Weingut Thörle

Neues Domizil

Das aktuellste für alle treuen Privatkunden und für viele gewerbliche Kunden, die uns regelmäßig besuchen:

Wir mussten unser langjähriges Domizil in der Winsstrasse 17 leider verlassen, da das Haus komplett saniert wird.
Unsere neue Adresse ist:

Berliner Weinagentur GmbH
Rykestraße 6
10405 Berlin

Neu im Programm: Weingut K.H.Schneider

Neu in unserem Programm seit April 2013 ist das komplette Programm des Weingutes K.H.Schneider von der Nahe. Bernd und Andy Schneider sind Vertreter der neuen Generation deutscher Winzer.
Im Gault Millaut 2013 über die Schneiders:
„Bereits im letzen Jahr waren wir von der Entwicklung dieses Bad Sobernheimer Weinguts angetan. Die neue Kollektion trifft gleichermaßen in Bauch und Herz. Neben sicherer Lagenbetonung, Balance und innerer Ruhe fasziniert das zusätzliche intensive Fruchtspiel. Die Traubenselektion scheint in diesem Jahr außerordentlich sorgfältig vorgenommen, der Lesezeitpunkt noch genauer abgestimmt worden zu sein. Die hervorragende Verarbeitung der Weine, das bruchlose, durchgängige Spiel zeigt exemplarisch den Qualitätsanspruch der Schneiders.“

Link zum Weingut K.H.Schneider