Nachtrag zur Weinprobe VINTAGE COLLECTION vom 20.8.2015

Allgemein steigt das Interesse an und das Verständnis für gereifte Weine. Das Besondere bei der VINTAGE COLLECTION von Wegeler ist: man darf nicht nur mit den Weinen flirten … Die Weingüter Wegeler zeigen diese Weine nicht nur, sie haben auch eine ansehnliche Zahl dieser Raritäten im Verkauf.

Nicht nur die gereiften Weine waren spannend. Weitere Höhepunkte:
2009 Geheimrat „J“ Riesling Sekt
– Apero der Queen beim Dinner in Berlin am 24.6. diesen Jahres.
2014 Chardonnay Réserve vom Weingut Thörle – Zum Hauptgang für die englische Queen am 24. Juni.
Herwig Hacker setzte noch einen drauf: 2002 J-Sekt 10 Jahre auf der Hefe gelagert – zur Prowein wurde die Urkunde „weltbester Schaumwein“ verliehen (gekürt beim „Euposia“- Wettbewerb in Italien).
Abschliessend kam noch ein Wein aus dem Privatkeller von Reinhard Schuberth hinzu: 1983 Bernkasteler Graben Auslese aus der Magnum – einfach ein Hochgenuss …

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2000 Geheimrat „J“ Riesling trocken: goldfarben, nussig, maulvoll Wein, sanftes und ausbalanciertes Frucht-Säurespiel, sehr komplex. Passend zu Auflauf aus Aubergine mit Morcheln.
1997 Rüdesheim Berg Schlossberg Riesling Erstes Gewächs: von hellem Gold, cremig, Mirabelle, Dörrobst, lebendige Säure. Zu gebratener Leber oder Blutwurst.
2008 Bernkastel Doctor Riesling Erste Lage: Duft von Ananas, sehr mineralisch, elegante Säure in Balance mit komplexen Fruchtnoten. Hervorragend zu Meeresfrüchten.
2007 Wehlener Sonnenuhr Riesling Kabinett: kaum merkbare Reife, Süße schön eingebunden in wahnsinnig lebendige Säure und Frucht. Zu zartwürzigen Käsesorten.
2002 Oestricher Lenchen Riesling Spätlese: helles goldgelb, kräftige Süße ausbalanciert zu kandierten Früchten. Zu scharfer asiatischer Küche.
1990 Oestricher Lenchen Riesling Auslese: Goldgelb, Reife ausbalanciert mit präsenter Säure, getrocknete Aprikosen, schöne Länge. Zu foie gras.
1983 Bernkasteler Graben Riesling Auslese: Bernsteinfarben, ganz klar; Dörrpflaumen und Aprikosen, Anflug von Karamell, sehr komplex. Eingebundene Säure, aber sehr präsent. Apero oder als Genuss pur.

 

PS: Wer noch im Urlaub war oder auf einer anderen Probe muss nicht traurig sein: am 07 September zeigen Gastgeberin Heike Seebaum und Küchenchef Thomas Kurth vom Restaurant E.T.A. Hoffmann was so alles schmecken kann zu den Weinen der VINTAGE COLLECTION, Nicht verpassen!

Text: Reinhard Schuberth
Fotos: QH33 und DQB

Noch mehr zum Lesen:
Weinfreunde Berlin

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Gereifte Weine – VINTAGE COLLECTION

Durch eine Freundin aus Mähren bzw. durch Ihren Großvater wurde ich völlig empirisch an das Thema WEIN herangeführt. Die erste Erfahrung war, WEIN muss nicht anstrengend sein, sondern kann richtig Freude bringen. Dann versuchte ich Stück für Stück in die Systematik WEIN vorzudringen. Im September 1990 anlässlich einer WEIN-Messe in Wiesbaden schmuggelte mich ein befreundeter Journalist in einen Bus mit WEIN-Journalisten aus Übersee. Ich fuhr – damals im zarten Alter von 35 Jahren – einfach mit in Richtung des WEIN-Gutes Victoria Hupfeld, weil ich nichts Besseres vorhatte.

Uns wurden 20 Jahrgänge RIESLING präsentiert. Nicht nur Edelsüße und Spätlesen, darunter waren auch Kabinett oder Qualitäts-WEINE, die weit älter als 10 Jahre waren. An diesem Abend entstand mein völlig neues Verhältnis zu WEIN. Egal ob Winzer, Sommelier oder WEIN-Händler: man muss seinen Kindern und Enkeln auch ein paar Flaschen hinterlassen, die ihnen Geschichte(n) erzählen können.

Die Weingüter Wegeler haben solche WEINe. Ein paar davon wird Ihnen Herwig Hacker am 20.08.2015 in unserem WEIN-Laden präsentieren.

Reinhard Schuberth

 

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Unter anderem können Sie probieren:
2000 Geheimrat „J“ Riesling Spätlese trocken                                             30,00 €
1997 Rüdesheim Berg Schlossberg Riesling Erstes Gewächs                     29,00 €
2007 Wehlener Sonnenuhr Riesling Kabinett                                             16,00 €
2008 Bernkastel Doctor Riesling Erste Lage                                                39,00 €
2002 Oestricher Lenchen Riesling Spätlese                                                19,00 €
1990 Oestricher Lenchen Riesling Auslese 0,5 l                                          25,00 €

Es wird auch ein paar jüngere Weine geben:
2011 Geheimrat „J“ Riesling Spätlese trocken                                            24,00 €
2014 Rüdesheim Berg Rottland Riesling Spälese Große Lage                  19,00 €           

sowie aus aktuellem Anlaß:
2009 Geheimrat „J“ Riesling Sekt Brut                                                        25,00 €
(zum Toast beim Besuch der Queen am 24.6.)
2014 Chardonnay Réserve Thörle                                                               22,90 €
(zum Menü gereicht beim Besuch der Queen)

Wo:                                 Laden von Welt der Weine, Rykestraße 6, 10405 Berlin
Wann:                            20.08.2015, 19:30 Uhr
Anmeldung:                offfice@berliner-weinagentur.de
                                       oder telefonisch: 030 20454320

Reinhard Schuberth       &        Thu Weiser

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Gereifte Weine Vintage Collection – Weingüter Wegeler

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„Tom Drieseberg von den Weingütern Wegeler ist ein „Quer-Reinschmecker“ mit Faible für’s Gereifte

Oestrich-Winkel. Tom Drieseberg lebt auf einer Scholle. Einer ziemlich großen sogar. Wenn man es in Hektar ausdrücken wollte, dann wären es etwa 45. Das Schöne an Driesebergs-Scholle: Sie löst keinen Fröstelreflex aus. Im Gegenteil: Sie wärmt das Herz des promovierten Soziologen und Betriebswirts, der auf der Scholle (s)einen Traum lebt, und sie strahlt auch auf die Menschen aus, die Drieseberg zuhören und dabei Weinkultur inmitten des Rheingau zelebrieren dürfen.

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Eingebettet in Historisches, Literarisches, Philosophisches und Menschelndes umweht die flüssigen Schätze aus dem Hause Wegeler beim gemeinsamen Verkosten und darüber Reden in Kürze ein Hauch von Magie. Körper und Charakter haben die Rieslinge sowieso, aber das Gesicht der kulturprägenden Weißweintraube, die in erstklassigen Wegeler-Rheingau-Lagen angebaut wird, malt ein Kommunikationskünstler, der sein Handwerk versteht. Denn Drieseberg hat Marketing und Vertrieb von der Pike auf gelernt und in den letzten 15 Jahren sein großes „Vino Latinum“ perfektioniert.

Winzer muss man nicht unbedingt sein, um in der Weinszene erfolgreich zu sein. Dafür ist Drieseberg wohl der lebende Beweis. Als „Quer-Reinschmecker“ ist der gebürtige Pfälzer nämlich zu den Wegeler-Weingütern gekommen, wie „die Jungfrau zum Kinde“, so drückt der 55-Jährige es jedenfalls selbst aus. Ein bisschen weltlicher ist die Geschichte am Ende aber schon, denn Driesebergs Frau Anja ist eine gebürtige Wegeler.

Als im Jahr 1997 die Sektkellerei Deinhardt, die mehreren Familienstämmen der Wegelers gehörte, an das Unternehmen Henkell verkauft werden sollte, stellte sich zwangsläufig auch die Zukunftsfrage für die Weingüter Wegeler, die im Rheingau und an der Mosel beheimatet sind. Bleiben die Weingüter in der Familie oder nicht und wenn ja, wie kann das gehen – diese Fragen wurden in der Großfamilie diskutiert.

Für Tom und Anja reichte ein Wochenende, um die Entscheidung zu treffen, die Weingüter in der vierten Generation weiterzuführen und das eigene Leben auf „links“ zu krempeln. Das war trotz kurzer Bedenkzeit keine Entscheidung aus dem Affekt, sehr wohl aber ein Schritt, der durch die klassische Sinnfrage in den Vierzigern beschleunigt wurde, wie Drieseberg zugibt.

Aus dem Business Paar wurde also ein Weinbauer Ehepaar, das in den ersten fünf Jahren nach dem Neustart wenig Wein-Romantik, dafür aber jede Menge Winzer-Realität inhalieren musste. „Das Handwerkszeug, das wir aus der Industrie mitgebracht haben, nützt uns hier gar nichts. Das haben wir sehr schnell gelernt“, erinnert sich Drieseberg. „Außerdem hatten – und haben – wir immer mehr Ideen als Mittel.“

Die Mittelknappheit ist in der Weinbranche eine große Herausforderung. Und Mutter Natur sorgt bei Kellermeister und Gutsverwalter zusätzlich für (An)Spannung. Wird es ein Jahrhundertjahrgang, ein guter, ein mittelmäßiger Jahrgang oder kann man ihn vielleicht ganz vergessen? Sind Schädlinge, die möglicherweise den Ertrag deutlich schmälern oder ganze Ernten vernichten können, in den Griff zu bekommen? Angesichts der vielen Unwägbarkeiten und der Tatsache, dass ein nicht unerheblicher Teil des Erfolges von der Natur vorgegeben wird, braucht man gute Nerven, Langmut, eine anständige Portion Gottvertrauen und gute Ideen. Aber davon hat Drieseberg ja mehr als genug.

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Richtig eingeschlagen hat auf jeden Fall die Vintage Collection aus dem Hause Wegeler. Bei dieser Sammlung handelt es sich um Rieslinge mit einem Reifepotenzial von mehreren Jahrzehnten. Von der ersten Idee bis zur Markteinführung „des guten alten Stoffs“ in 2014 mussten immerhin 15 Jahre vergehen. Drieseberg selbst hatte die ersten Weine in 2002, einem sehr guten Weinjahr und gleichzeitig Geburtsjahr des Juniors, weggelegt. In der Schatzkammer des Gutshauses in Oestrich-Winkel lagern aber noch etliche weitere Tröpfchen aus fast vergessenen Zeiten. Rieslinge, deren Aromen nur durch geduldige Reife entstehen konnten und die den Gourmets mit differenziertem Gaumen durchaus Freudentränen in die Augen treiben können. Die Preisspanne ist bei den Vintage-Schätzchen nicht ganz ohne – von 20 bis zu 200 Euro kann eine Flasche je nach Jahrgang und Qualitätsstufe kosten. Nostalgie im Glas hat eben ihren Preis.

Es geht aber auch günstiger und jugendlicher bei den Wegelers. Zum Sortiment gehören neben den gereiften Weinen auch Gutsweine, Ortsweine und Lagenweine, für die Preise ab 10 Euro aufgerufen werden. Der Fingerabdruck des Hauses ist aber zweifelsohne der „Geheimrat J“.  Eine trockene Riesling Spätlese jenseits von Mainstream. Ein Wein, der sich nicht an konditionierten Gaumen und Nasen der Weintrinker-Masse orientiert, sondern „den wir so machen, wie wir ihn am besten finden“, unterstreicht Drieseberg, der den Geheimrat J selbst als „ersten Erstwein“ und „Wein der leisen Töne“ bezeichnet.

Kaum ausgesprochen spannt der belesene Feingeist den Bogen zu einem schwedischen Krimi, in dem der „Geheimrat J“ vorkommt. Und wo wir schon mal bei der Literatur sind, fallen auch Namen wie Schiller, Schindler, Brentano oder von Arnim. Nicht zu vergessen: Ludwig van Beethoven, der mit dem alten Wegeler historische Gelage gefeiert haben soll. Und schon beschleicht den Weintrinker das Gefühl von Ehrfurcht.

Geschichte und Geschichten haben es Tom Drieseberg zweifelsohne angetan. Zum einen ist er selbst ein ausgezeichneter Erzähler, zum anderen hat er die Chance, die Geschichte eines etablierten Weingutes fortzuschreiben und mit seinen Ideen vielleicht auch eine historische Duftmarke auf der Rheingau-Scholle und jenseits davon zu setzen.

Info: Der Rheingau ist nicht nur eine Wein-, sondern auch eine Kulturregion, die sich hervorragend auf Schusters Rappen erkunden lässt. Entlang der Wanderwege trifft man auf Historisches, unzählige schöne Geschichten, viel Sehenswertes und natürlich auch auf eine stattliche Anzahl von Weingütern. Wer die Weingüter Wegeler besuchen möchte, sollte dies am besten nach Voranmeldung tun. Grundsätzlich kann man samstags zwischen 11 und 16 Uhr im Gutshaus in Oestrich-Winkel einkehren, Weine probieren und bei Gefallen käuflich erwerben. Unter der Woche ist das Wegeler-Team von 8 bis 18 Uhr für Weinliebhaber und solche, die es werden wollen, da. Alle Kontaktdaten und weitere Informationen gibt es auf der Website www.wegeler.com

Zu den Bildern: Weinbauer statt Businessman: Tom Drieseberg hat die Geschäftswelten gewechselt und lebt im Rheingau seinen Traum. / So sieht Vintage aus: In der Schatzkammer unter dem Gutshaus lagern kostbare Tröpfchen aus fast vergessenen Zeiten. / Die Wegeler-Rieslinge: Angebaut in erstklassigen Lagen und ausgebaut mit variantenreichen Melodien im Glas und am Gaumen.

(Text: Dorit Heydenreich / Fotos: Jörg Leister)“

 

Quelle: Fuldaer Nachrichten

Link zum Weingüter Wegeler

Noch mehr zum Lesen:
Gute alte Sachen sind „Vintage“

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Edler Tropfen, einer Königin würdig

„QUEEN-BESUCH Chardonnay aus dem Saulheimer Weingut Thörle beim Staatsbankett in Berlin gereicht

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SAULHEIM – Der Besuch von Queen Elizabeth II. schlägt Wellen bis nach Rheinhessen. Denn beim Staatsbankett zu Ehren des königlichen Gastes wurde auch ein rheinhessischer Wein gereicht. Das Saulheimer Weingut Thörle, langjähriger Lieferant des Bundespräsidialamtes, stellte den einzigen Weißwein des Abends.

Dass ihr Wein ausgewählt wurde, war auch für die Brüder Johannes (32) und Christoph (31) Thörle eine kleine Überraschung. Sie hätten es zwar geahnt, aber sicher hätten sie erst nach dem Bankett sein können, sagt Johannes Thörle gestern, denn wie das Menü wurde auch die Weinkarte geheim gehalten. „Wenn die Queen zum fünften Mal in Deutschland ist und dann trinkt sie Thörle-Wein, ist das eine ganz große Ehre für uns“, freut er sich.

Der Wein, der den königlichen Gaumen erfreute, war der Chardonnay Réserve aus dem Jahr 2014. Schon der Name verrät es: Eine Reserve, der lange aufgehobene Vorrat, das sprichwörtliche Ass im Ärmel. So verhält es sich mit dem Chardonnay. Der Weißwein lagert sieben Monate in speziellen Holzfässern. Das gebe ihm mehr Fülle und Cremigkeit, sagt Christoph Thörle. Bereits seit März sei der Chardonnay 2013 ausverkauft, der neue Jahrgang werde erst ab September verkauft. Allerdings sei die Hälfte schon reserviert. „Chardonnays aus alten Rebanlagen sind in Deutschland Raritäten“, meint Johannes Thörle. Denn erst seit den 90er Jahren werde Chardonnay in Deutschland angebaut. Ihr Wein stamme aus der Lage „Saulheimer Hölle“, die Reben dort sind 21 Jahre alt. Gepflanzt wurden sie vom Vater der Brüder. Sie übernahmen 2006 das Weingut von den Eltern. Heute bewirtschaften sie 19 Hektar Rebfläche.

Trotzdem bleibt es ein Familienbetrieb: Sie hätten nur drei feste Angestellte, ansonsten helfe die Familie mit, gibt Christoph Thörle an. Auf die Qualität werde streng geachtet: Handlese und eine späte Ernte gehören dazu. Auch wenn so die Erträge gering bleiben, das Endprodukt scheint zu überzeugen. Laut Christoph Thörle liefere das Weingut in zwölf verschiedene Länder. Kunden seien dort die gehobene Gastronomie, Hotels sowie Restaurants. „Dass unser Wein beim Staatsbankett gereicht wird, ist natürlich eine tolle Sache. Aber wir arbeiten auch seit zehn Jahren akribisch darauf hin“, betont Johannes Thörle.“

Foto: photoagenten/Axel Schmitz
Johannes (li.) und Christoph Thörle mit dem Réserve Chardonnay, der beim Staatsbankett für Queen Elizabeth in Schloss Bellevue in Berlin getrunken wurde.

Quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de

Link zum Weingut Thörle

Noch mehr zum Lesen:
Spätburgunder und Chardonnay für Königin Elizabeth II
Das Menu
Besuch der Queen in Deutschland

„Weingut Zähringer ist Pionier des biologischen Weinbaus“

„Das mehr als 170 Jahre alte Weingut Zähringer aus Heitersheim gehört zu den Pionieren des biologischen Weinbaus. In Sachen Gutedel ist der Traditionsbetrieb ein Spezialist.

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Fabian Zähringer gehört zur sechsten Generation, die im elterlichen Traditionsbetrieb in Heitersheim allmählich die Verantwortung übernimmt. Seit 1844 bauen die Zähringers im Markgräflerland Wein an, seit Ende der 80er-Jahre experimentieren Vater Wolfgang Zähringer und Paulin Köpfer, der die gutseigenen Reben bewirtschaftet, mit dem biologischen und seit 2005 mit dem biologisch-dynamischen Weinbau. Sie haben sich immer wieder als echte Pioniere erwiesen, beispielsweise bei der Begrünungs- und Lockerungstechnik im Weinberg. Seit 2010 ist das Weingut als Demeter-Betrieb zertifiziert.

„Biologischer Weinbau fängt in den Reben an, wir wollen die Natur, unser Terroir, in die Flasche bringen“, erzählt Wolfgang Zähringer, „Wir wollen stimmige, elegante, langlebige Weine erzeugen und sind stolz auf unsere Sortenvielfalt.“ Natürlich wird auf Kunstdünger verzichtet, es wird bei Zähringers gar nicht mehr gedüngt, weil gezielte Einsaaten für lebendige Biodiversität sorgen und damit die Böden autark werden. Markgräflerland ist Gutedelland und im Weingut Zähringer kann man besonders gelungene Vertreter dieses Markgräfler Klassikers verkosten.

IN DEN REBEN

Die Heitersheimer Sonnhohle ist die kleinste und beste Einzellage mit insgesamt nur sieben Hektar. Der sich sanft neigende Südhang trägt mal Lössboden, mal tonigen Lehm, hier werden ausschließlich Burgundersorten und Gewürztraminer sowie Sauvignon Blanc angebaut. Der Heitersheimer Maltesergarten ist eine große Einzellage, die sich von Heitersheim bis Betberg erstreckt. Zum Weingut gehören mittlere bis größere Lössterrassen, die im Topbereich mit Burgundersorten und Chardonnay bepflanzt sind. Neben den eigenen Weinbergen mit insgesamt 15 Hektar Fläche betreiben die Zähringers eine Demeter zertifizierte Erzeugergemeinschaft, die weitere 35 Hektar ausweist. Für jede Sorte und Lage der optimale Reifezeitpunkt, Lese von Hand, langsames Pressen der Beeren (je nach Wein auch mit Ganztraubenanteil) und, wenn immer möglich, die Spontangärung im Edelstahltank oder im 600 Liter fassenden Vierligfass oder im Barrique – all dies gehört zur der Philosophie des Hauses, die sich auch auf einen Satz bringen lässt: So viel Freiheit wie möglich, so wenig Eingriffe wie nötig.

WEINSORTIMENT

Die Gutsweine des Hauses stammen aus den ertragsreduzierten Reben der Heitersheimer Sonnhohle, dem Maltesergarten und dem Castellberg. Die Weißweine werden im Stahltank ausgebaut – hier wird auf sortentypische, charaktervolle und klare, frische Weine gesetzt – die Rotweine allesamt im Holzfass. Der 2014 Gutedel trocken, das ist der Markgräfler „Viertele-Wein“ schlecht hin. Sein zarter Duft nach Stachelbeeren und grünem Apfel, das feine Bukett nach Walnüssen und Bittermandel, seine fruchtige Säure machen ihn zum idealen Essensbegleiter für Fisch, Geflügel, Spargel und leicht gewürzte Fleischspeisen. Er wird gekühlt bei acht Grad getrunken.

Markgräfler Vierlig ist die alemannische Bezeichnung für ein kleines 600-Liter- Fass aus badischer Eiche. Wolfgang Zähringer hat dieses Fass wiederentdeckt, er lässt seinen Vierlig-Gutedel im Fass bis März auf der Hefe reifen. Leider ist der 2013 Gutedel „Vierlig“ extra trocken schon ausverkauft. Dieser leichte, sehr bekömmliche, säurearme Gutedel ist herrlich ausbalanciert, mit nussigem Bukett und Minze- und Apfelaromen und einem fülligem Abgang.

Man darf auf den 2014 also gespannt sein. Auch dieser Gutedel wird meist jung getrunken, hat aber bis zu vier Jahre Lagerungspotential. „Der Gutedel ist ein Wein mit extremer Bandbreite, einem riesigen Potential und weit mehr als ein Vesperwein“, schwärmt Fabian Zähringer, „der Gutedel und das Markgräflerland ist immer noch ein Schatz, den es zu heben gilt“. Zu den Gutsweinen der Zähringer gehören Müller-Thurgau, Johanniter, Sauvignon Blanc, Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Gewürztraminer, Cabernet Cuvée, Spätburgunder, Merlot, Cabernet Franc und Frühburgunder. Der 2014 Spätburgunder Rose trocken ist ein großartiger, herrlich fruchtiger Sommerwein. Mit Aromen nach Äpfeln, Kirschen, Oleanderblüten und Nüssen, gut strukturierter Säure und einem knackigen Abgang. Mehrfach ausgezeichnet ist der 2011 Spätburgunder „Vierlig“ trocken. Dunkle Beerenfrüchte, schwarze Kirschen im Aroma, feine Gerbstoffe und gut eingebundenes Tannin, ein nachhaltiger voller Abgang – all dies macht diesen herrlich schmelzigen Rotwein zu einem besonderen Vergnügen.

Die Selektionsweine und die Edition Zähringer Löwen sind die Spitzenprodukte des Hauses. Neben den weißen Burgundersorten sei hier stellvertretend genannt der 2013 Pinot Noir „SR“, trocken mit einer karminroten Farbe, einer rauchigen Würze, den dunklen Frucht- und Schokoladenaromen, seiner dennoch feinen Eleganz sowie seinem fulminanten Abgang. Dieser Wein wird sein volles Potential erst in drei bis vier Jahren erreichen. Das sehr reelle Preis-Leistungsverhältnis der gesamten Kollektion muss mehr als lobend erwähnt werden.

Und es ist wohl den Senioren im Weingut zu verdanken, dass so viele, auch kleinere Rebsorten weiter gepflegt und ausgebaut werden. Ein Besuch im Weingut ist die Reise allemal wert. Zum Wohl!“

Quelle: http://www.badische-zeitung.de
Link zum Weingut Zähringer

Pinot Noir – Das rote Luder

Pinot Noir – das rote Luder

Pinot Noir aus Österreich und Deutschland im Test bei der Fachzeitschrift WEIN.PUR

Platz 2: 89 P. 2009 JUWEL Assmannshäuser Spätburgunder Qualitätswein trocken 59,00 €

Wunderbar rotbeerig, dazu auch zart erdig, Maroni, schon gut entwickelt, Hagebutten, feiner Tiefgang; elegant, cremig, gut auf Zug, mineralischer Hintergrund, delikat, verspielt, salzig, gute Spannung und Länge.

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Weingut Thörle

Neu im Programm seit dem Sommer 2013 ist das Weingut Thörle aus Saulheim in Rheinhessen.

Stuart Pigott hat – neben anderen Weinkritikern – die Brüder Thörle zu den besten deutschen Nachwuchswinzern gezählt. Wir arbeiten seit 2013 in Berlin/Brandenburg  zusammen. Die Qualitäten der Weine sind überzeugend, unsere Kunden im Großhandel und im Einzelhandel sind begeistert.

Wir freuen uns auf den 14.3.   Johannes Thörle stellt sein Weingut und Weine aus seinem Programm vor.

Link zum Weingut Thörle

Neues Domizil

Das aktuellste für alle treuen Privatkunden und für viele gewerbliche Kunden, die uns regelmäßig besuchen:

Wir mussten unser langjähriges Domizil in der Winsstrasse 17 leider verlassen, da das Haus komplett saniert wird.
Unsere neue Adresse ist:

Berliner Weinagentur GmbH
Rykestraße 6
10405 Berlin

Neu im Programm: Weingut K.H.Schneider

Neu in unserem Programm seit April 2013 ist das komplette Programm des Weingutes K.H.Schneider von der Nahe. Bernd und Andy Schneider sind Vertreter der neuen Generation deutscher Winzer.
Im Gault Millaut 2013 über die Schneiders:
„Bereits im letzen Jahr waren wir von der Entwicklung dieses Bad Sobernheimer Weinguts angetan. Die neue Kollektion trifft gleichermaßen in Bauch und Herz. Neben sicherer Lagenbetonung, Balance und innerer Ruhe fasziniert das zusätzliche intensive Fruchtspiel. Die Traubenselektion scheint in diesem Jahr außerordentlich sorgfältig vorgenommen, der Lesezeitpunkt noch genauer abgestimmt worden zu sein. Die hervorragende Verarbeitung der Weine, das bruchlose, durchgängige Spiel zeigt exemplarisch den Qualitätsanspruch der Schneiders.“

Link zum Weingut K.H.Schneider